Die Grundlagen der Osteopathie hat der amerikanische Mediziner Andrew Taylor Still schon 1874 entwickelt. Aus seinen Forschungen über Gefäßsysteme, Knochen, Muskeln und Sehnen entstand ein genaues Verständnis für die wechselseitige Abhängigkeit der verschiedenen Funktionsebenen.
Seine grundlegenden Einsichten bilden bis heute das Fundament der osteopathischen Medizin:
Dr. Andrew Taylor Still Begründer der Osteopathie
Die Betrachtung des Organismus als Einheit
Die Bedeutung der lebensnotwendigen Mobilität (Beweglichkeit) aller Gewebe und Strukturen im Körper
Die Fähigkeit des Organismus zur Selbstregulierung
Der enge Zusammenhang und die Wechselwirkung von Struktur und Funktion
Seit Still hat sich die Osteopathie immer weiter entwickelt und ist um wesentliche Bereiche ergänzt worden.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts kam die Osteopathie nach Großbritannien, in den fünfziger Jahren gelangte sie nach Frankreich und Belgien und in den achtziger Jahren nach Deutschland. Inzwischen ist die Osteopathie in vielen Ländern ein bewährtes und allgemein anerkanntes ganzheitliches medizinisches Konzept.